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    12. Mai 2026

    44 Jahre Landis Bau: «Es war für mich immer eine Ehrensache»

    Wenn der Zuger Martin Krummenacher über seine Zeit bei Landis Bau spricht, dann spürt man schnell: Hier blickt jemand nicht einfach auf vier Jahrzehnte Arbeit zurück, sondern auf ein Berufsleben voller Erinnerungen, Herausforderungen, Kameradschaft und Stolz. Im Juni geht der Polier Ingenieurbau nach 44 Jahren bei Landis Bau mit sechzig Jahren in die Frühpension FAR. Aktuell arbeitet Martin noch auf der Baustelle der Zuger Verkehrsbetriebe, wo der Siehbach für einen Neubau verlegt wird. Danach beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt.

    Martin, wie bist du ursprünglich zum Bau gekommen?
    Eigentlich wollte ich zuerst Forstwart werden. Ich habe als Jugendlicher oft auf Bauernhöfen gearbeitet und dort insbesondere während den Ferien bei Umbauten mitgeholfen. Das hat mir sehr gefallen. Der Baumeister meinte damals zu mir: «In den Wald kannst du immer gehen.» Das hat mich zum Nachdenken gebracht. So bin ich schliesslich auf den Maurerberuf gekommen.

    Und wie kam der Kontakt zu Landis Bau zustande?
    Mein Lehrer wollte mir damals eigentlich gar nicht erlauben, bei Landis Bau zu schnuppern, weil schon zwei Schulkollegen dort zum Schnuppern waren. Ich bin trotzdem gegangen. Zum Glück. Es kam zum Lehrvertrag, und mit 16 Jahren habe ich bei Landis Bau die Maurerlehre begonnen.

    Du hast danach schnell weitere Schritte gemacht.
    Ja, ich durfte schon im dritten Lehrjahr kleine Baustellen selbst betreuen. Das hat mich motiviert. Später habe ich die Vorarbeiterschule und danach die Polierschule besucht.

    Warum bist du der Landis Bau während deiner gesamten Laufbahn treu geblieben?
    Für mich hat vieles gepasst. Der kurze Arbeitsweg war ein grosser Vorteil. Ich habe vier Kinder und konnte früh zur Arbeit gehen und war auch wieder rechtzeitig zu Hause. Das war Lebensqualität. Nach der Polierschule habe ich mir zwar einmal überlegt, die Firma zu wechseln. Finanziell war das damals nicht einfach als meine erste Tochter zur Welt kam. Ich habe sogar während einem Jahr frühmorgens vor der Arbeit Zeitungen verteilt, um zusätzlich Geld zu verdienen. Als ich dann bei Landis Bau eine Lohnerhöhung bekam, war klar: Ich bleibe.

    Welche Projekte sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
    Die Städtlerwaldbrücke, die im Jahr 2011 in Cham über die Autobahn gebaut wurde, war sicher etwas Spezielles. Das war meine erste Brücke und technisch sehr anspruchsvoll. Damals wurde noch extrem viel von Hand gemacht, ohne den Einsatz von Fertigelementen. Auch ein Einfamilienhaus in Hünenberg Ende der 1980er Jahre bleibt mir in Erinnerung. Uns stand damals nur ein Pneukran zur Verfügung. Da musste alles perfekt organisiert und zeitlich abgestimmt werden. Viel gelernt habe ich auch beim Parkhaus Postplatz in Zug. Dort habe ich zum ersten Mal mit der Deckelbauweise gearbeitet.

    Was bedeutet dir die Landis Bau heute?
    Nach so vielen Jahren ist die Firma fast wie eine Familie für mich geworden. Für mich war die Landis Bau immer die Nummer eins. Ich war stolz, für diese Firma zu arbeiten. Die Vielseitigkeit hat mir immer gefallen. Kein Projekt war wie das andere. Ich hätte nie für einen direkten Mitbewerber von Landis Bau gearbeitet. Bevor ich zu einem Mitbewerber gewechselt hätte, hätte ich eher den Kanton gewechselt und beispielsweise im Raum Zürich eine Stelle bei einer Baufirma angenommen.

    Wie hat sich die Branche in den letzten 40 Jahren verändert?
    Es wird heute viel mehr mit Maschinen gearbeitet und weniger von Hand. Zudem hat das Thema Arbeitssicherheit enorm an Bedeutung gewonnen. Auch die Digitalisierung hat vieles verändert. Früher habe ich Beton noch aus der Telefonkabine bestellt und alle Telefonnummern auswendig gekannt. Heute läuft vieles digital und papierlos.

    Was macht einen guten Polier abgesehen vom Fachwissen aus?
    Man braucht sicher ein gutes zwischenmenschliches Gespür. Jeder Mitarbeitende tickt anders. Manchmal merkt man auch, welche Leute besser nicht direkt zusammenarbeiten sollten. Auf Baustellen geht es nicht nur um Technik, sondern immer auch um das Zwischenmenschliche. Ich erinnere mich beispielsweise an einen Streit auf der Baustelle mit einem Angestellten einer Eisenlegerfirma. Irgendwann entschied ich, beim Chef im Büro vorstellig zu werden. Der andere hatte offenbar genau zum gleichen Zeitpunkt dieselbe Idee. Plötzlich standen wir uns dort wieder gegenüber. Das war eine spezielle Situation. Nach der Arbeit sind wir dann zusammen ein Bier trinken gegangen, und danach hat sich die Sache wieder beruhigt.

    Und worauf freust du dich nun am meisten?
    Ich freue mich aufs E-Bike fahren und darauf, ab und zu eine kleinere Reise zu machen. Gerne möchte ich auch einen ehemaligen pensionierten Mitarbeiter in Spanien besuchen. Er ist damals sogar extra zu meinem 50. Geburtstag in die Schweiz gekommen. Wir verstehen uns bestens, obwohl er fast kein Deutsch spricht und ich kein Spanisch. Manchmal versteht man sich eben auch ohne viele Worte. Jetzt ist für mich langsam der richtige Zeitpunkt für den Ruhestand gekommen. Ich durfte sehr lange in einem super Team arbeiten und blicke mit grosser Dankbarkeit auf diese Zeit zurück.
     

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