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    4. August 2026

    100 Tage Reto Weishaupt: Vom Ingenieurbüro in die Bauunternehmung

    Seit rund 100 Tagen verstärkt Reto Weishaupt unser Kalkulationsteam im Tiefbau und Ingenieurbau. Zuvor war er viele Jahre in einem Ingenieurbüro tätig und leitete Projekte in den Bereichen Untertagbau, Geotechnik und Naturgefahren. Im Interview erzählt er, weshalb er sich bewusst für diesen Neuanfang entschieden hat, was ihn besonders überrascht hat und welche Projekte er in den kommenden Jahren vorantreiben möchte.

    Reto, du bist seit rund 100 Tagen bei Landis Bau. Wie hast du dich eingelebt?
    Sehr gut. Ich wurde vom ganzen Team herzlich aufgenommen und habe mich von Anfang an willkommen gefühlt. Im Moment lerne ich jeden Tag etwas Neues. Besonders schätze ich, dass sich alle Kolleginnen und Kollegen, allen voran Jürg Pfiffner - unser Kalkulator Tief- und Ingenieurbau - viel Zeit nehmen, um mir das neue Handwerk näherzubringen. 

    Was gefällt dir besonders an deiner neuen Aufgabe?
    Ganz klar das Team. Wenn die Zusammenarbeit stimmt, ist schon die halbe Miete gewonnen. Gleichzeitig gefällt mir der Zeitpunkt meines Einstiegs. Ich kann während eines weiteren Jahres vom Wissen und der Erfahrung von Jürg profitieren und gleichzeitig zusammen mit Stefan Burri die Kalkulation für die Zukunft weiterentwickeln. Neben dem Kalkulieren beschäftige ich mich zudem mit Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Diese Vielseitigkeit motiviert mich sehr. Hinzu kommen die kurzen Entscheidungswege. Gute Ideen können schnell umgesetzt werden.

    Du hast viele Jahre in einem Ingenieurbüro gearbeitet. Was ist heute anders?
    Eigentlich fast alles. Ich komme aus einem schweizweit und international tätigen Ingenieurbüro und arbeite heute in einer regional verankerten Bauunternehmung. Beide Welten sind spannend, die Aufgaben unterscheiden sich jedoch deutlich. Mich hat es immer gereizt, den Bau als Ganzes zu verstehen. Der «Seitenwechsel» eröffnet mir eine völlig neue Perspektive und genau das macht den Reiz aus.

    Gab es etwas, das dich überrascht hat?
    Ja. Mich hat erstaunt, wie unterschiedlich die einzelnen Sparten teilweise arbeiten und denken. 

    Welche ersten Erfolge oder Erkenntnisse konntest du bereits mitnehmen?
    Nach erst rund drei Monaten wäre es verfrüht, von Erfolgen zu sprechen. Im Bau zeigt sich Erfolg oft erst Jahre später. Ich freue mich deshalb über die kleinen Fortschritte. Jedes Mal, wenn ich eine Position gleich kalkuliere wie Jürg, ist das für mich ein Erfolg. Besonders gefreut hat mich auch meine erste selbstständig bearbeitete öffentliche Submission. Mit meiner Kalkulation lag ich sehr nahe am Erstplatzierten und habe den Markt gut getroffen. 

    Woran möchtest du in den nächsten Monaten arbeiten?
    Natürlich steht die Kalkulation im Zentrum. Gemeinsam mit Stefan Burri möchte ich die Kalkulation im Hochbau sowie im Tiefbau und Ingenieurbau für die kommenden Jahre weiterentwickeln und die Zusammenarbeit der Sparten stärken. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Nachhaltigkeitsstrategie, damit bestehende und zukünftige Initiativen auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden. Daneben arbeite ich an verschiedenen Digitalisierungsprojekten, etwa an der automatisierten Erstellung von Referenzblättern oder an der Auswertung der Datenbank aller Kalkulationen der letzten 30 Jahre.

    Hat es bereits einen typischen «Aha-Moment» gegeben?
    Ja, einen ganz praktischen. Im Ingenieurbüro habe ich teilweise in Leistungsverzeichnissen Mengenreserven vorgesehen. Bei der Bauunternehmung wurde aber schnell klar, dass dies nichts bringt. Solche Unterschiede erlebt man erst, wenn man die Perspektive wechselt.

    Zum Schluss: Wie lautet dein persönliches Fazit nach den ersten Monaten?
    Mein Fazit fällt sehr positiv aus. Der Wechsel ist anspruchsvoll und manchmal fühlt man sich tatsächlich wieder wie ein Schuljunge. Genau das macht ihn aber spannend. Man wächst schliesslich an neuen Herausforderungen und nicht an dem, was man bereits beherrscht. Ich freue mich darauf, weiter dazuzulernen, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft der Kalkulation und weiterer Themen aktiv mitzugestalten.

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